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Stundensatz-Rechner

Berechne deinen optimalen Freelancer-Stundensatz basierend auf Wunschnetto, Kosten, Steuern und tatsächlich produktiven Stunden. Mit Tagessatz und Jahresumsatzplanung.

h
Tage

Mindest-Stundensatz

92,15 €

Empfohlener Stundensatz (+20%)

110,58 €

Tagessatz

737,20 €

Jahresumsatz nötig

108.923,08 €

Netto/Jahr
48.000,00 €
Kosten/Jahr
22.800,00 €
Steuern/Jahr
38.123,08 €
= Brutto nötig
108.923,08 €
Arbeitstage/Jahr
211
Produktivstunden/Jahr
1182
= Stundensatz
92,15 €

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Was ist der richtige Stundensatz für Freelancer?

Den richtigen Stundensatz zu finden ist eine der wichtigsten Entscheidungen für Freelancer und Selbstständige. Viele machen den Fehler, ihren Stundensatz am früheren Angestelltengehalt zu orientieren. Doch als Freelancer musst du Krankenversicherung, Altersvorsorge, Büro, Software und viele weitere Kosten selbst tragen. Ausserdem fallen Steuern an und nicht jede Arbeitsstunde ist fakturierbar. Ein solider Stundensatz berücksichtigt all diese Faktoren und stellt sicher, dass du langfristig wirtschaftlich arbeitest.

Produktive vs. tatsächliche Arbeitszeit

Ein häufiger Fehler bei der Kalkulation: Freelancer rechnen mit 40 Arbeitsstunden pro Woche und 52 Wochen im Jahr. In der Realität gehen aber Urlaub, Feiertage und Krankheitstage ab. Von den verbleibenden Arbeitstagen sind erfahrungsgemäß nur etwa 70 Prozent tatsächlich fakturierbar. Der Rest wird für Akquise, Angebotserstellung, Buchhaltung, Weiterbildung und Administration benötigt. Bei typischen Werten kommt man auf rund 1.100 bis 1.300 produktive Stunden pro Jahr statt der naiv berechneten 2.080 Stunden.

Welche Kosten müssen in den Stundensatz einfliessen?

Als Freelancer trägst du alle Kosten selbst, die beim Angestellten der Arbeitgeber übernimmt. Die grössten Posten sind Krankenversicherung (gesetzlich oder privat), Altersvorsorge, Berufshaftpflicht und Rechtsschutzversicherung. Hinzu kommen Bürokosten oder Coworking-Miete, Software und Tools, Telefon und Internet sowie Kosten für Weiterbildung. All diese Positionen müssen auf deine fakturierbaren Stunden umgelegt werden, damit du nicht draufzahlst.

Steuern als Freelancer

Der Einkommensteuersatz liegt für die meisten Freelancer zwischen 25 und 42 Prozent, abhängig vom zu versteuernden Einkommen. Hinzu kommen Gewerbesteuer (falls gewerblich tätig) und gegebenenfalls Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Wer umsatzsteuerpflichtig ist, muss 19 Prozent Umsatzsteuer auf seine Rechnungen aufschlagen. Diese wird zwar ans Finanzamt weitergeleitet, muss aber bei der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden. Kleinunternehmer unter 22.000 Euro Jahresumsatz können sich von der Umsatzsteuer befreien lassen.

Häufig gestellte Fragen

Der Stundensatz ergibt sich aus deinem gewünschten Nettoeinkommen plus aller Kosten (Versicherungen, Büro, Altersvorsorge, Software) und Steuern, geteilt durch die tatsächlich produktiven Stunden pro Jahr. Produktivzeit ist dabei nur etwa 70 Prozent deiner Arbeitszeit, da der Rest für Akquise, Buchhaltung und Administration anfällt.
Der Mindest-Stundensatz deckt gerade so deine Kosten und dein Wunschnetto. Ein Aufschlag von 20 Prozent schützt dich vor unvorhergesehenen Ausgaben, schlechter Auftragslage oder längeren Krankheitsphasen. Ausserdem hast du damit Spielraum für Investitionen in Weiterbildung und bessere Ausstattung.
Pflicht ist die Krankenversicherung, entweder gesetzlich freiwillig oder privat. Empfehlenswert sind zudem eine Berufshaftpflichtversicherung, eine Rechtsschutzversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Kosten können zusammen schnell 600 bis 1.200 Euro pro Monat betragen.
Von 365 Tagen ziehst du Wochenenden (104 Tage), Urlaub, Feiertage und Krankentage ab. Von den verbleibenden Arbeitstagen sind erfahrungsgemäß nur etwa 70 Prozent der Zeit tatsächlich fakturierbar. Bei 30 Urlaubstagen, 10 Feiertagen und 10 Krankentagen ergeben sich rund 1.170 produktive Stunden pro Jahr.
Wenn dein Jahresumsatz im Vorjahr über 22.000 Euro lag oder im laufenden Jahr voraussichtlich 50.000 Euro übersteigt, bist du umsatzsteuerpflichtig und musst 19 Prozent auf deine Rechnungen aufschlagen. Kleinunternehmer können sich davon befreien lassen. Die Umsatzsteuer ist für den Kunden ein durchlaufender Posten und beeinflusst deinen Nettostundensatz nicht direkt.

Alle Berechnungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Keine Gewähr für Richtigkeit. Nutzung auf eigene Verantwortung. Vollstaendiger Haftungsausschluss